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Ausschreibung der Regierung über 479 Millionen für neue Überlandbusse auf Mallorca für die kommenden Jahre

Die Ausschreibungsunterlagen enthalten Sozialklauseln und es werden Angebote vorgezogen, die Dieselbusse eliminieren und durch Erdgas- und Elektrofahrzeuge ersetzen

Der Minister für Gebietsnutzung, Energie und Mobilität, Marc Pons, stellte heute die Ausschreibungsunterlagen für die neuen Konzessionen für den öffentlichen Personenbeförderung auf Landstraßen von Mallorca vor, die vom Verwaltungsrat des Verkehrskonsortiums (Consorcio de Transportes de Mallorca) am 28. Mai genehmigt wurden. Die Unterlagen werden in den kommenden Tagen im Amtsblatt der Europäischen Union (ABI) veröffentlicht, und damit beginnt die Frist, in der interessierte Betreiberfirmen ihre Angebote abgeben können. Die öffentlichen Dienstleistungskonzessionen haben eine Laufzeit von 10 Jahren, können um weitere 5 Jahre verlängert werden, und das maximale Budget für den gesamten Zeitraum beträgt 479.237.657,70 Euro (inkl. MwSt.). Es gibt drei verschiedene Lose, an denen Unternehmen teilnehmen können: eine für den Norden, eine für das Gebiet Llevant-Migjorn und eine dritte für das Gebiet Ponent.

Pons wies darauf hin, das Hauptziel des Govern de les Illes Balears bei der Festlegung der Bedingungen für diesen Dienst sei gewesen, „einen sehr wichtigen Schritt nach vorn im Vergleich zum derzeitigen Modell zu machen, um den Bürgern einen Transportdienst zu bieten, der den tatsächlichen heutigen und zukünftigen Bedürfnissen entspricht, der nachhaltiger ist und der es ermöglicht, den kollektiven Straßenverkehr zu einer effizienten Alternative zum Individualverkehr zu machen. Höhere Taktung, ein gerechterer Service (für alle Gemeinden), neue Verbindungen und Strecken sowie neuere und umweltfreundlichere Busse sind einige der Merkmale des neuen Modells."

In diesem Sinne, und um dafür zu sorgen, dass die neue Flotte aus weniger umweltverschmutzenden Fahrzeugen besteht, erklärte der Minister, habe man eine Vereinbarung mit Redexis Gas unterzeichnet - dessen Präsident, Fernando Bergasa, heute an der Pressekonferenz teilnahm -, um den Einsatz von Bussen mit Erdgasantrieb als Hauptfahrzeuge der neuen Flotten durchführbar zu machen und auch Elektrobusse zu fördern.

Basierend auf dieser Vereinbarung wird die Regierung den Konzessionsinhabern vier Garagenstandorte für zur Verfügung stellen (auf Grundstücken, die öffentliches Eigentum sind oder sein werden). Diese befinden sich in Palma (Intermodal-Bahnhof), Inca (Busbahnhof), Felanitx (Gewerbegebiet) und Artà. Gleichzeitig weist sie auf mögliche Standorte von weiteren Erdgastankstellen hin.

Redexis Gas verpflichtet sich, die Versorgung aller Garagen (außer Artà)  und der anderen möglichen Punkte zu übernehmen. Sollte sich der Auftragnehmer verpflichtet haben, Fahrzeuge mit CNG zu fahren, wird Redexis Gas die notwendigen Anschlüsse bereitstellen, um die Verfügbarkeit von Kraftstoff an verschiedenen möglichen Versorgungspunkten in Palma (in den verschiedenen Gewerbegebieten), in Calvià (Gewerbegebiet Son Bugadelles), in Alcudia (Gewerbegebiet Ca na Lloreta), in Santa Margalida (Gewerbegebiet Can Picafort) zu gewährleisten.

Garantien für Arbeitnehmer und Sozialklauseln

Die heute vorgestellten Ausschreibungsunterlagen enthalten Aspekte im Zusammenhang mit der Beschreibung des Dienstes sowie andere wichtige Gesichtspunkte, von den Bietern zu erfüllen sind. Eine der Verpflichtungen, die den Konzessionären obliegen, ist die Übernahme des Personals der derzeitigen Unternehmen.

Andere Sozialklauseln sind beispielsweise die Verpflichtung zur Einhaltung der geltenden Rechtsvorschriften in den Bereichen Arbeit, Sozialversicherung, Sicherheit und Hygiene, Verhütung berufsbedingter Risiken, Gleichstellung der Geschlechter, soziale Integration und Eingliederung von Menschen mit Behinderungen. und alle anderen, die für Arbeitsbeziehungen zwischen einem Unternehmen und seinen Arbeitnehmern gelten. Darüber hinaus müssen Maßnahmen festgelegt werden, die die Gleichheit bei der Vergabe der Arbeitsplätze, Vergütung, Beförderung, Ausbildung und Dauerhaftigkeit sowie die Verhinderung von sexueller Belästigung am Arbeitsplatz und Maßnahmen zur Vereinbarkeit mit dem Familienleben gewährleisten.

Der Konzessionsnehmer muss unter seiner Verantwortung auch die geltenden Steuer- und Umweltschutzvorschriften einhalten. Ferner sind sie verpflichtet, innerhalb des ersten Betriebsjahres die entsprechenden Zertifizierungen für Servicequalität in den Bereichen öffentlicher Personennahverkehr, Verkehrssicherheit und Umweltmanagement erhalten.

Vorrangige Verbesserungskriterien

Das wirtschaftliche Angebot wird mit 51 Punkten bewertet, und das technische Angebot erhält 49 Punkte.
Bei der technischen Bewertung werden unter anderem folgende Verbesserungen berücksichtigt:

Verbesserung der technischen Mindestanforderungen an die Fahrzeuge in Bezug auf Sicherheit, Komfort, Haltbarkeit und Kapazität.

Einführung von mehr Fahrzeugen mit Erdgas- und Elektroantrieb als Alternative zu Dieselfahrzeugen.

Erweiterung der verlangten Mindestanzahl an Neufahrzeugen.  Wir erinnern daran, dass bereits 67% neue Busse vorgesehen sind.

Größere Kontrolle

Das neue Managementmodell ermöglicht eine stärkere Überwachung der Dienstleistung durch Geldbußen bei Nichterfüllung derselben, die in den Ausschreibungsunterlagen aufgeführt sind.
Zum Beispiel kann es Geldbußen geben, wenn der erwartete Passagierschwellenwert für ein Los nicht erreicht wird, und Vergütungen, wenn diese überschritten werden.

Dieses neue Konzessionsmodell bedeutet eine radikale Veränderung gegenüber den gegenwärtigen Konzessionen und wendet sich einem fundamentalen Aspekt zu: es ist die Behörde, die das Modell und alle Einzelheiten des Dienstes und die Bedingungen festgelegt hat, und sie ist es auch, die Änderungen entsprechend dem entstehenden Bedarf vorschreiben kann. Die Regierung setzt auf eine enorme Verbesserung des öffentlichen Personennahverkehr auf der Straße, und zwar mit einem Modell, das dem allgemeinen Interesse Vorrang einräumt.

Die Ausschreibung für die neuen Dienste erfolgt im Rahmen des Insularen Plans für Personenbeförderung im Straßenlinienverkehr  (Servicios de Transporte Regular de Viajeros por Carretera, PISTRVC), dessen Ziel die Planung und Organisation der Personenbeförderung im Buslinienverkehr auf Mallorca ist. Die derzeitigen Konzessionen laufen am 31. Dezember 2018 aus, und diese Tatsache bietet die Möglichkeit, den Service zu steigern und die Angebotsqualität zu verbessern.

Die Erstellung der Ausschreibungsunterlagen basiert auf dem Projekt, das am 26. März genehmigt wurde. Es sei daran erinnert, dass der Vorentwurf einem öffentlichen Aushangverfahren unterzogen wurde, bei dem Einwände erhoben wurden, von denen einige im endgültigen Projekt berücksichtigt wurden.

Konsultieren Sie die Ausschreibungsunterlagen der neuen Konzessionen für den Straßenlinienverkehr auf Mallorca.