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Projekt für nachhaltige Mobilität in Naturlandschaften und Stränden auf Mallorca

Das Projekt, das aus dem Steuerfonds de Abgabe für Nachhaltigen Tourismus finanziert wird, sieht unter anderem vor, neue Bushaltestellen in Port de Pollença und Inca einzurichten, die als „Eingangstore“ zur Serra de Tramuntana gelten.

Die Maßnahmen des Projekts sind darauf ausgerichtet, öffentliche Verkehrsmittel als Alternative anzubieten, um in geschützte Naturlandschaften auf Mallorca zu gelangen, die derzeit stark vom Autoverkehr belastet sind. Auf diese Weise wird nicht nur die angemessene Erhaltung unserer Natur gefördert, sondern gleichzeitig auch sehenswerte Gegenden sowohl für Einwohner wie für Besucher von Mallorca zugänglich gemacht.

Die wichtigsten Aktionsbereiche sind die Serra de Tramuntana, die Halbinsel Formentor, die Finca Son Real, Cala Varques und das Naturschutzgebiet Mondragó. Bei den geplanten Arbeiten sind die Einrichtung neuer Haltestellen, Maßnahmen zur Straßenmarkierung im Straßennetz der Insel sowie die Erschaffung von Parkplätzen für Pkw außerhalb der Naturschutzgebiete.

Die erste Maßnahme, die umgesetzt werden soll, ist die Einrichtung einer neuen zentralen Bushaltestelle in Port de Pollença. Sie wird die Kopfhaltestelle sowohl für die jetzigen Linien der TIB-Busse wie auch für den neuen Pendelbus sein, der diese Ortschaft ab 2018 mit der Halbinsel Formentor verbinden wird.

In der Serra de Tramuntana wird die Anbindung an den öffentlichen Verkehr erleichtert und verbessert, sowohl zu den wichtigsten Wandergebieten und anderen Bergsportarten wie auch zu den Ortschaften. Bei den Verbesserungen der vorhandenen Bushaltestellen und der Einrichtung neuer Haltestellen sind fast 90 Maßnahmen geplant. Inca und Port de Pollença werden als „Tore zur Tramuntana“ herausgehoben, wo der Umstieg vom Pkw in den Bus stattfinden soll.

Bei den Naturstränden und geschützten Gebieten von Mondragó, Son Real und die Bucht Cala Varques hat sich das Projekt zum Ziel gesetzt, die bereits vorhandenen Buslinien des TIB zu nutzen und deren Infrastruktur zu verbessern oder neue Haltestellen zu schaffen.

Das Projekt, das durch den Plan zur Förderung des Nachhaltigen Tourismus 2016 finanziert wird, soll in verschiedenen Etappen umgesetzt werden und stellt eine Investitionssumme von rund 1.234.000 Euro für die Gesamtheit der Maßnahmen dar.

 

Die Maßnahmen:

Port de Pollença, Ausgangspunkt für den Pendelbus nach Formentor

Die neue zentrale Bushaltestelle in Port de Pollença wird die Kopfhaltestelle sowohl für die jetzigen TIB-Buslinien Pollença - Inca - Palma und Alcúdia - Can Picafort - Zona de Llevant sein, wie auch für den zukünftigen Pendelbus, der diese Ortschaft ab 2018 mit der Halbinsel Formentor verbinden soll. Auf der anderen Seite ermöglicht sie eine Verbesserung des Busverkehrs, der die Buchten von Alcúdia und Pollença mit der Serra de Tramuntana verbindet.

Die neue Haltestelle ist ein gemeinsames Projekt mit der Stadtverwaltung von Pollença. Die maximalen Gesamtkosten für die geplanten Arbeiten für alle Haltestellen in Port de Pollença belaufen sich auf 419.959,41 € (inklusive MwSt) und werden von den Verkehrsbetrieben Mallorca und der Stadtverwaltung Pollença finanziert, die 9,525% der endgültigen Gesamtsumme, höchstens jedoch 40.000 € (inklusive MwSt) beisteuern wird.

 

Mit dem Bus in die Serra de Tramuntana

Das Projekt folgt den Leitlinien, die im Verwaltungsplan im Zusammenhang mit der Erklärung der Serra de Tramuntana als Weltkulturerbe festgelegt wurden, als eine Maßnahme zur Verwaltung der öffentlichen Nutzung durch die Besucher. Im Zusammenarbeit mit dem Inselrat von Mallorca haben die Stadtverwaltungen und die Verkehrsbetriebe strategische Punkte entlang der Landstraße Ma-10 ermittelt, die mit dem Beginn oder Ende von Wanderwegen oder mit Zugangswegen zu Sehenswürdigkeiten (z.B. Lluc, Fornalutx oder die Aussichtspunkte im Gebirge) zusammen fallen.

Abgesehen von der Einrichtung dieser Haltestellen wird es ein Zentrum zum Umsteigen vom Auto in den Bus in der Stadt Inca geben, um den Wechsel der Verkehrsmittel zu erleichtern. An allen diesen Stellen werden neue Haltestellen eingerichtet oder die bereits bestehenden verbessert. Diese Maßnahmen werden im Laufe des Jahres 2017 umgesetzt und können zu einem späteren Zeitpunkt die Ergänzung durch die Verbesserung der regulären Verkehrsverbindungen in der Gegend möglich machen.

Die geschätzten Kosten für dieses Teilprojekt belaufen sich auf rund 800.000 Euro. Nicht inbegriffen ist die zweite Etappe der Umsetzung der Buslinien.

 

Zufahrt nach Son Real

Son Real ist ein öffentliches ländliches Anwesen in der Bucht von Alcúdia, gelegen zwischen Can Picafort und Son Serra de Marina. An den Häusern von Son Real beginnt ein Wegenetz, das sich hervorragend zum Wandern oder für Radausflüge eignet. Die hier geplante Maßnahme ist die Errichtung von zwei Bushaltestellen, jeweils gegenüberliegend, um die beiden Fahrtrichtungen zu bedienen. Diese Haltestelle soll von allen TIB-Linien angefahren werden, die in der Gegend unterwegs sind (insgesamt 5). Die geschätzten Kosten belaufen sich auf rund 38.000 Euro.

 

Zufahrt zur Cala Varques

Wie bei Son Real besteht auch die Maßnahme für die Zufahrt zur Bucht Cala Varques (die im Osten der Insel auf halbem Wege zwischen Cala Anguila, Cala Mendia und Cales de Mallorca liegt) in der Errichtung einer doppelten Bushaltestelle an der Landstraße Ma-4011, die von drei Buslinien befahren wird. Es besteht die Möglichkeit, einen Parkplatz als Anschlussstelle oder als Anreiz zum Parken an irgendeiner Stelle der Durchfahrt einzurichten.

 

Zufahrt zum Naturpark Mondragó

Im Fall des Naturparks Mondragó (mit den Stränden Cala Mondragó und s'Amarador) sind Maßnahmen geplant, um unerlaubtes Parken an allen Zufahrtsstraßen zu verhindern, die Straßenmarkierungen an den Zufahrten zu den Parkplätzen zu verbessern und das Angebot der Linie TIB 507 zu erhöhen (letztere ohne Kosten).

Die Maßnahme umfasst Standortänderungen der Haltestellen und die Errichtung einiger neuer Haltestellen, um den Verkehr zu beschleunigen. Die geschätzten Kosten für die neuen Haltestellen und die Änderungen betragen 61.000 Euro.