Weltkulturerbe | Touristische Route H002

Die Innenhöfe von Palma. Hochstadt I: Umgebung der Kathedrale

Was ist das?

Sie sind so schön, nüchtern und einzigartig, dass sie die Aufmerksamkeit vieler Schriftsteller und Historiker auf sich riefen, wie zum Beispiel der Erzherzog Ludwig Salvator, Jules Verne oder Josep Pla, die Palma gelegentlich besuchten. Die Innenhöfe der Herrenhäuser der Altstadt haben sich zu den attraktivsten und repräsentativsten Elementen der Architektur der Stadt entwickelt. In diesen Räumen versammelten sich die Anwohner und gingen dem gesellschaftlichen Leben nach. Darüber hinaus waren sie ein Symbol für die Stärke der einzelnen Familien. Diese Route führt uns zu den schönsten Innenhöfen der großen Adelsfamilien der Insel, die rund um die majestätische Kathedrale wohnten.

Besuch

Dauer: 2 Stunden

Lage und Kontakt:

Ausgangspunkt: Plaça de Cort. 07001 Palma

Telefon: +34 902 102 365. Geschäftszeiten: von 9 bis 20 h

Web: www.balearsculturaltour.net

Email: palmainfo@palma.es

 

Verfügbarkeit von öffentlichen Verkehrsmitteln

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Samstag
Sonntag

Öffentliche Verkehrsmittel

Wegbeschreibung

Wegbeschreibung Hinweg

 
 

Wegbeschreibung Rückweg

 
 

Detallierte Beschreibung

Die 14 Innenhöfe dieser Route sind folgende:

01. Can Mesquida

Es ist ein auf einem mittelalterlichen Grund errichtetes Herrenhaus. Im Jahre 1576 war es Eigentum der Familie Sureda Sanglada, und im Jahre 1818 gehörte das Haus  Maria Josepa Mesquida. Es hat ein Portal mit einem gewölbten Rundbogen, der an der Basis erweitert wurde, um Platz für die Karren zu machen. Der Eingang zeigt ein in zwei Abschnitte geteiltes Dach mit einem Flachbogen in der Mitte. Weiter hinten, auf der linken Seite, beginnt die Treppe.

02. Can Oms – Kulturamt der Stadtverwaltung

Das Gebäude wurde 1642 von der Familie Oms bewohnt, deren Wappen am Balkon des Treppenhauses zu sehen ist. Der Innenhof ist das Ergebnis der im achtzehnten Jahrhundert durchgeführten Umbauten. Das gotische Portal auf der linken Seite des Eingangs trägt das Wappen der Armadans und stammt aus dem mittelalterlichen Haus dieser Familie, das heute noch im Carrer Can Sanç steht.

03. Can Bordils - Stadtarchiv

Mittelalterliches Haus, das im sechzehnten Jahrhundert von der Familie Sureda renoviert wurde, deren Wappen an den Fenstern und in verschiedenen Teilen des Innenhofes noch sichtbar sind. Der Innenhof, der wahrscheinlich aus dem siebzehnten Jahrhundert stammt, wurde im neunzehnten Jahrhundert renoviert und schließlich von dem Architekten Guillem Fortesa im Jahr 1941 umgebaut, Zeitpunkt, an dem er die Treppe entwarf. Das heutige Aussehen erhielt das Gebäude nach einem Projekt des Architekten Miquel Vicens, um den Sitz des Stadtarchivs von Palma aufzunehmen.

04. Can Crespí

Dieses Herrenhaus stammt aus dem achtzehnten Jahrhundert. Im Jahre 1818 war es Eigentum von Antònia Tries und danach erwarb es die Familie Crespí de Santa Maria. Hier lebte viele Jahre Rosa Ribera Carbonell (1834-1924), die Witwe des Offiziers Miquel Villalonga Gelabert, Onkel des Vaters des Schriftstellers Llorenç Villalonga; sie gilt als diejenige, die Obdúlia Montcada inspirierte, Hauptdarstellerin des Romans von Villalonga Tod einer Dame.

05. Can Caulelles (Can Ferragut)

Das Haus wurde im sechzehnten Jahrhundert von Joanot von Caulelles gebaut. Das Portal besteht aus einem gewölbten Rundbogen, der mit dem Eingang verbunden ist., Rechter Hand befindet sich eine kleine Treppe mit einem kleinen Studio. Ein Flachbogen führt zum Innenhof. Die Kapitelle tragen das Wappen der Caulelles und am Ende des Innenhofs befindet sich ein Keramik-Wandbild des Künstlers Castaldo.

06. Can Alemany

Ein Gebäude aus dem XVII. Jahrhundert mit einer sehenswerten Mischung von Elementen aus verschiedenen Epochen: eine gotische Treppe, achteckige Säulen aus einer Zeit vor dem achtzehnten Jahrhundert und einer Galerie aus dem neunzehnten Jahrhundert. Es war das Wohnhaus des Chronisten Jaume Joan Alemany i Moragues (1693-1753), dem Verfasser einer Geschichte von Mallorca.

07.  Estudi General Lul·lià

Sein Ursprung ist mit der Gründung der Universität Lul·liana von Mallorca verbunden. Estudi General Lul·lià wurde im siebzehnten Jahrhundert in die Universität Lul·liana von Mallorca umgewandelt. Das aktuelle Gebäude, ein Projekt des Architekten Gabriel Alomar, ersetzt seit 1950 das vorherige. Der Innenhof entspricht der neubarocken Typologie mit Bögen auf ionischen Säulen. Bemerkenswert sind auch im Erdgeschoss die Fenster, die durch eine Sprosse und eine Stütze geteteilt sind.

08. Can Salas (Can Jordà)

Dieses Herrenhaus gehörte im sechzehnten Jahrhundert der Familie Desclapers. Es ist ein gotisches Gebäude aus dem fünfzehnten Jahrhundert mit späteren Änderungen. Der Hof ist auf der linken Seite der dritten Tranche überdacht, hat eine   zentrale, achteckige Säule gotischer Tradition, die zwei Segmentbögen und das Gebälk mit den Vorsprüngen stützt. Weiter links ist die Treppe und die regionalistische Galerie aus 1929.

09. Ca la Gran Cristiana – Museum von Mallorca

Gebäude im gotischen Stil, das vom ersten Grafen von Aiamans (XVII. Jahrhundert) renoviert wurde. Haus der Familie Togores (XVII. und XVIII. Jahrhundert) und der Familie Villalonga-Desbrull (XVIII. und XIX. Jahrhundert). An der Fassade ist das Wappen des siebten Grafen Aiamans zu sehen. Es trägt diesen Namen nach Frau Catalina Zaforteza i de Togores, einer bedeutenden Figur des mallorquinischen Karlismus, die eine große Christin war. Das Gebäude wurde im Jahr 1968 gekauft, um das Museum von Mallorca zu beherbergen

10. Can Morey-Santmartí – Museum des J. Torrents Lladó

Das Haus, das das Museum des Malers Joaquim Torrents Lladó beherbergt, war das  mittelalterliche Haus der Familie Montsó, auf das die Familie Valentí ses Torres folgte. Im Jahre 1818 gehörte es Joan Burguès Safortesa; bald darauf den Morey-Santmartí. Im frühen zwanzigsten Jahrhunderts gehörte es Antoni Marquès Luigi. Im Jahr 1973 verkauften seine Erben das Haus an Joaquim Torrents Lladó, in dem der Künstler seinen Wohnsitz und sein Atelier einrichtete.

11. Cal Marquès de la Torre (Ca la Torre) – Sitz der Architektenkammer

Der Bau geschah im Auftrag von Francesc Truyols i Font de Roqueta im Jahre 1696 nach Zeichnungen des Ingenieurs Martín Gil de Gainza, aus Navarra, der nach Mallorca gekommen war, um an dem Bau der Stadtmauern mitzuarbeiten. Die elliptische Treppe ist aus dem neunzehnten Jahrhundert. Das Haus hat seinen Namen aus dem Titel des Marquis de la Torre, den der Erzherzog Karl, Anwärter der spanischen Krone im Erbfolgekrieg, Nicolau Truyols i Dameto verlieh.

12. Can Frontera - Hotel Ca sa Galesa

Ein Haus gotischer Herkunft, das eine umfassende architektonische Intervention in der ersten Hälfte des zwanzigsten Jahrhunderts durch seinen Besitzer, dem Ingenieur Joan Estelrich Frontera erfuhr, die ihm einen Ausdruck verlieh, der dem lokalen modernistischen Ausdruck näher kam. Vor ein paar Jahren wurde dieses Haus in ein Hotel umgewandelt. Im Innenhof ist die Treppe hervorzuheben, die an der Flanke des Eingangsbogens beginnt.

13. Can Olesa

Ein Innenhof des späten siebzehnten Jahrhunderts, in dem alle Elemente vorkommen, die sich später in den Innenhöfen der Häuser von Palma wiederfinden: sehr niedrige Bögen, die die Struktur erleichtern; La llotja, die die Bewegung zwischen dem mehr genutzten Teil und den feierlichen Räumen des Hauses ermöglicht; ionische Säulen mit ausgesprochener Entasis und schmiedeeiserne Geländer. Der Erfolg der Zusammensetzung schuf für die Dauer des achtzehnten Jahrhunderts einen Umgestaltungsstil.

14. Can Ordines d‘Almadrà

In diesem Innenhof fallen die Wappen der Familien Vivot und Santjoan und die spätgotische Tür auf, die Zugang zu einem der Studios des Hauses geben. Hier sehen wir eines der besten Skulpturbeispiele für diesen Stil auf Mallorca. Mitte des zwanzigsten Jahrhunderts wurde eine grundlegende Renovierung durchgeführt.  Während dieser Arbeiten wurde auch ein römischer Grabstein gefunden, den man an der Wand unter der Treppe anschauen kann.

 

Es ist sehr empfehlenswert entlang der alten Stadtmauer (Dalt Murada) und den Gärten des Hort del Rei spazieren zu gehen. Die Gegend hat außerdem auch eine große Vitalität und umfangreiche kommerzielle Aktivitäten. Die Restaurants in der Nähe des Fischerei-Piers sind sehr gut geeignet, wenn man frischen Fisch und Meeresfrüchte essen möchte.

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