Weltkulturerbe | Touristische Route H004

Die Innenhöfe von Palma: Unterstadt

Was ist das?

Die Innenhöfe der Herrenhäuser der Altstadt haben sich zu einem der attraktivsten und repräsentative Elemente der Architektur der Stadt entwickelt. Heute sind sie ein Juwel, das wir auf jeden Fall bewundern müssen, und diese Route Weg ist eine ausgezeichnete Gelegenheit, dieses Kulturerbe kennen zu lernen. Die Route durch die Unterstadt von Palma führt durch das Fischerviertel der Stadt, nahe der Llotja (Warenhandelshaus), über den Passeig de Sagrera ... In den Innenhöfen, die wenig schmuckloser erscheinen als die der Oberstadt, erahnen wir Fragmente des Lebens der Personen, die in dieser schönen Umgebung gewohnt haben.

Besuch

Dauer: 2 Stunden

Lage und Kontakt:

Ausgangspunkt: Casal Solleric, Passeig del Born, 27. 07012 Palma

Telefon: +34 902 102 365. Öffnungszeiten: von 9 bis 20 h

Web: www.balearsculturaltour.net

Email: palmainfo@palma.es

Verfügbarkeit von öffentlichen Verkehrsmitteln

 Januar  Februar  März  April  Mai  Juni  Juli  August  September  Oktober  November  Dezember
Von Montag bis Freitag
Samstag
Sonntag

Öffentliche Verkehrsmittel

Wegbeschreibung

Wegbeschreibung Hinweg

 
 

Wegbeschreibung Rückweg

 
 

Detallierte Beschreibung

Die Route durch die Unterstadt besteht aus insgesamt 15 Innenhöfen, eine Strecke, auf der Sie das alte Kaufmannsviertel oder die Pfarrkirche Sant Jaume und Umgebung kennen lernen, und sehen, wo der ehemalige Lauf des Sa Riera Flusses verlief.

Die Liste der Innenhöfe ist folgende:

01. Cal Marquès de Solleric (Can Morell - Casal Solleric)

Eines der wenigen Beispiele für ein im späten achtzehnten Jahrhundert neu gebautes Haus und somit das Ergebnis eines einheitlichen Konzepts, in der wir keine mittelalterlichen Überbleibsel im Innenhof vorfinden. Die Pläne des Hauses werden dem mallorquinischen Bürger Gaspar Palmer zugeschrieben. Die Dekorelemente sind das Werk des italienischen Bildhauers Antonio Soldatti.

02. Can Marcel

Im sechzehnten Jahrhundert gehörte es dem Geistlichen Hug de Palou, von ihm ging das Anwesen an die Familie Morell, dann an die Familie Brondo und an die Familie Mesquida. Im Jahre 1764 gehörte es der Familie von Kaufleuten aus Marseille mit dem Namen Marcel. Im Jahr 1778 war es Eigentum von Antoni Marcel Pujol, in 1864 gehörte es Claudi Marcel i Rullan. Es beherbergt derzeit die Bar Abaco. Es ist gotischen Ursprungs und wurde im achtzehnten Jahrhundert umgebaut. An der Hauptfassade dominiert ein großer Torbogen. Der Innenraum verfügt über einen großen Eingang und einen Innenhof mit Säulen und Pilastern im toskanischen Stil, die Segmentbögen tragen. Die Fassade am Carrer Apuntadors zeigt mittelalterliche Elemente, darunter ein Bogenfenster.

03. Can Chacón

Dieses Herrenhaus aus dem siebzehnten Jahrhundert gehörte dem Militäringenieur Martín Gil de Gaínza. Im achtzehnten Jahrhundert wurde es von Fernando Chacón erworben. Im neunzehnten Jahrhundert war die Residenz des Marquis von Ariany. Im frühen zwanzigsten Jahrhundert wurde es von Francesc Blanes, der es im Jahr 1925  der Wohltätigkeitsorganisation namens Ses Minyones übergab. Seit 1984 gehört es der Regierung der Balearen. Der Innenhof ist groß, mit zwei Segmentbögen und einem großen überdachten Bereich auf der rechten Seite, wo die Treppe beginnt. Der Teil, der am Passeig Sagrera liegt, sticht durch eine elegante Galerie mit sieben Bögen und ionischen Säulen hervor.

04. Can Ripoll – Regionales Fremdenverkehrsministerium

Während des siebzehnten und achtzehnten Jahrhunderts gehörte das Haus den Binimelis und der Familie Ripoll. Später, im neunzehnten Jahrhundert war es das Zuhause von Gabriel Verd i Mayol. Catalina Verd i Mayol de Bàlitx heiratete Pere Morell i Verd. Die Erben verkauften das Haus an die Regierung der Balearischen Inseln, und nun ist das regionale Fremdenverkehrsministerium hier ansässig. In den Innenhof gelangt man über einen großen abgesenkten Bogen mit Pilastern aus Marmor und ionischen Kapitellen. Auf der rechten Seite beginnt die Treppe mit flachen Eisengeländerstäben. Auf der ersten Etage befindet sich eine Galerie mit einem Bogen und barocken Balustraden.

05. Can Burguès

Im Jahre 1523 gehörte es dem königlichen Anwalt Francesc Burguès. Am 26. November 1541 stieg Kaiser Karl V. nach dem Scheitern der Expedition gegen Algier hier ab. Es war das in der Schätzung von 1576 am höchsten bewertete Herrenhaus. Im Jahre 1636 gehörte es Nicolau Burguès. Derzeit ist es Eigentum der Familie Blanes. Der Eingang ist ein großes Rundportal, das einen Blick auf die Treppe auf der rechten Seite gibt. Ein Segmentbogen mit dem Wappen der Burguès an den Kapitellen ermöglicht den Zugang zum Innenhof, links sieht man das Wappen der Familie Blanes.

06. Can Belloto

Ein altes mittelalterliches Haus, das im Jahre 1606 dem Juristen aus Genua J.  Francesco Pavesi gehörte, der es im manieristischen Stil wieder aufbaute, eher im  Stil des Herkunftsortes des Besitzers als in der traditionellen Architektur von Palma. Die traditionelle Anordnung des Innenhofs wurde beibehalten. Im  neunzehnten Jahrhundert erfuhr es im Rahmen von Umbaumassnahmen in ein Wohnhaus Veränderungen.

07. Can Weyler - ARCA

Das Herrenhaus ist aus der ersten Hälfte des vierzehnten Jahrhunderts. Nacheinander gehörte es den Despuig, den Bellotto, dem l'Orde dels Teatins, den Alorda und den Weyler. Valerià Weyler Nicolau verkaufte 1911 das Haus an Casa Bressol del Nin Jesús. Seit 1990 ist der Hauptsitz des Vereins ARCA. Die Fassade hat einen Gedächtnisstein in Erinnerung an General Weyler; auf der ersten Etage sind drei Bogenfenster und auf der obersten Etage weitere vier, jedoch kleinere Fenster zu sehen. Der Innenraum zeigt einen zentralen Innenhof mit Arkaden, mit dem Anagramm von Jesus an den Kapitellen.

08. Can Muntaner

Das Hauptportal ist mit einer Oberschwelle versehen. Der Eingang hat einen Dachstuhl und der Fußboden ist gepflastert. Ein Segmentbogen stellt die Verbindung zum offenen Innenhof her. Die Säule auf der linken Seite zeigt eine sehr interessantes Kapitell mit Figuren wilder Tiere.

09. Can Castelló - Kulturzentrum "Sa Nostra"

Typischer Innenhof des achtzehnten Jahrhunderts mit elliptischen Bögen und ionischen Säulen aus rotem Marmor, wahrscheinlich von den Fonticheli, einer Familie wichtiger Genueser Kaufleute in Auftrag gegeben, die das Haus im Jahre 1724 erwarben. Die Treppe, die ursprünglich aus zwei Abschnitten bestand, wurde im Rahmen einer Renovierung im neunzehnten Jahrhundert erweitert. Der modernistische Touch der Fassade ist das Ergebnis eines Umbaus des Architekten Jaume Alenyà im Jahre 1909.

10. Can Forteza del Sitjar

Innenhof mit großer typologischer Reinheit, eine Lobby mit Kassettendecke, die aus vier Bögen besteht und auf acht Sandsteinsäulen ruht, mit Kapitellen, die mit Akanthusblättern und Wappen verziert sind. Der Rest des Hauses wurde vielen Umbauten unterzogen, um ihn für den Schulgebrauch anzupassen. Derzeit ist es eine Schule der Trinitarischen Nonnen.

11. Cal comte de San Simón

Das Haus wurde zwischen 1854 und 1856 in Anlehnung an ein Projekt von Miquel Ferrà i Font, im Auftrag von Luis de San Simón i Orlandis, comte de San Simón gebaut. Der Entwurf des Gebäudes bricht vollständig die mallorquinische Tradition und hat starke französische Einflüsse.

12. Can Rul·lan - Fundación Barceló

Mitte des neunzehnten Jahrhunderts wurde das Haus an die Grafen von San Simón verkauft, die das alte Gebäude abrissen und den Bau des Hauses unterstützten, wie es heute dasteht. Es ist ein neugotischer Bau aus dem Jahre 1883 nach einem Entwurf von Bartomeu Ferrà i Perelló. Ebenso war es die Residenz der Familie Rul·lan und ist unter dem Namen Can Rul·lan bekannt. Seit 1990 beherbergt es die Fundació Barceló.

13. Can Ferrandell (Can Maroto) - Hotel Born

Vor dem achtzehnten Jahrhundert war es das Herrenhaus der Gual-Moix. Im Jahre 1790 gehörte es Josep Ferrandell, Marquès de la Cova. Im Jahre 1805 nahm seine  Nichte, Francesca de Villalonga, den Namen Marquis des Hauses Ferrandell an und heiratete 1788 den Offizier Ramón Maroto González. Im Jahre 1954 wurden wichtige Umbauten vorgenommen, um es für den Hotelbetrieb anzupassen. Der Eingang stammt aus dem achtzehnten Jahrhundert, verfügt über eine große Fläche mit ionischen Säulen aus rotem Marmor, niedrigen Bögen mit Kreuzgewölbe und einige neo-gotische Portale. Die Treppe liegt rechts vom Eingang. Der Innenhof ist quadratisch und zeigt ein Wappen der Ferrandell und das Datum 1723.

14. Can Sureda d'Artà - Pelaires Zeitgenössisches Kulturzentrum

Mittelalterliches Haus, das im Laufe seiner Geschichte mehrere Renovierungen durchgemach hat. Das heutige Aussehen des Innenhofs ist aus dem siebzehnten Jahrhundert und wurde von der Familie Verí, die lange die Eigentümer der Immobilie waren durchgeführt. Im frühen neunzehnten Jahrhundert wurde das Haus von der Familie Sureda erworben. Es hat einen großen Eingang, mit einem Renaissance-Portal und Kapitellen mit Wappenreliefs. Auf der linken Seite befindet sich die Treppe  mit dem Eingangsstudio.

15. Can Berga

Im sechzehnten und teilweise im siebzehnten Jahrhundert war dieses prachtvolle Gebäude im Besitz der Familie Santacília und ab 1677 gehörte es der Berga Familie.  Gabriel de Berga i Safortesa war um 1754 für einen radikalen Umbau des Gebäudes verantwortlich. Auf den Innenhof gelangt man durch einen gewölbten Rundbogen, mit dem Wappen der Berga – ein Werk des Bildhauers Joan Deyà. Im Jahr 1942 wurde das Gebäude an das Justizministerium, dem jetzigen Eigentümer, verkauft.

Darüber hinaus empfehlen wir den Besuch der Fundació Pilar i Joan Miró im Moneo- Gebäude, das eine Auswahl von Gemälden, Zeichnungen, Grafiken und Skulpturen des berühmten Künstlers Joan Miró beherbergt. Ebenso werden hier vorübergehend  Werke junger Künstler ausgestellt.

Auch verläuft die Route durch ein Gebiet mit einer Vielfalt an Geschäften und  Restaurants, die es dem Besucher ermöglicht, den Rundgang mit anderen Unterhaltungsoptionen kombinieren zu können.

* Einige Browser drucken die Hintergrundbilder nicht. Aktivieren Sie diese Option in Ihrem Browser für einen optimalen Druck.