Weltkulturerbe | Touristische Route H305

Besuch der Ortschaft Biniagual von Binissalem aus

Was ist das?

Die Ortschaft Biniagual hat ihren Ursprung in der arabischen Zeit, in der sie ein kleiner Gutshof war, der vor allem landwirtschaftlich genutzt wurde. Nach der Eroberung durch Jaume I wurde es dem Kloster Jonqueres von Katalonien angeschlossen, das den Anbau von Olivenbäumen, Weinreben und Getreide einführte.

Während des sechzehnten und siebzehnten Jahrhundert wurde das Dorf (sechs Häuser) aufgrund einer Pestepidemie entvölkert. Die Menschen, die zurückkehrten, beschäftigten sich mit der Landwirtschaft, insbesondere mit der Zucht von Schafen und Schweinen. Ebenso begannen sie mit dem Anbau von Reben und Olivenbäumen. Hinsichtlich des Rebanbaus ist es wichtig zu betonen, dass dieser im frühen zwanzigsten Jahrhundert durch die Reblaus betroffen wurde, was eine Änderung des gesamten Anbaus nach sich zog. Man pflanzte Mandel- und Feigenbäume und ging dazu über Schafe und Schweine zu züchten. Die Tatsache, dass die Aktivität so unrentabel war, führte dazu, dass das Dorf aufgegeben wurde, das noch in der Mitte des zwanzigsten Jahrhunderts fast verfallen war.

In der Mitte der siebziger Jahre ging das Dorf in Privatbesitz und es wurden Instandsetzungs- und Baumassnahmen vorgenommen, sowie ein Projekt durchgeführt, um die örtlichen, landwirtschaftlichen Tätigkeiten neu zu beleben. Derzeit wird auf ungefähr 34 ha Weinbau betrieben. 

Besuch

Rathaus:

C/ Concepció, 7. 07350 Binissalem (Mallorca)

Telefon: +34 971 886 558

Email: ajuntament@ajbinissalem.net

Web: http://www.ajbinissalem.net/

Verfügbarkeit von öffentlichen Verkehrsmitteln

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Von Montag bis Freitag
Samstag
Sonntag

Öffentliche Verkehrsmittel

Linien, die diese Route fahren Hinweg

Linien, die diese Route fahren Rückweg

Wegbeschreibung

Wegbeschreibung Hinweg

 
 

Wegbeschreibung Rückweg

 
 

Detallierte Beschreibung

Der Bahnhof von Binissalem

Das Bahnhofsgebäude von Binissalem besteht aus zwei Stockwerken für die Reisegäste. In den ersten Jahren seines Bestehens gab es zahlreiche Vorschläge für den Bau einer Verladestation für die Industrie, was aber nicht realisiert wurde.

Das Bahnhofsgebäude folgt den ästhetischen Merkmalen der Eisenbahnlinie, die Gebäude wurden in Anlehnung an die voraussichtliche Nutzung des Bahnhofs erbaut. Es sind Bauten mit großer Persönlichkeit, ganz anders als die Architektur jener Jahre. Eines der charakteristischen Elemente sind die römischen, flachen und roten Ziegeln. Bei diesen Bauten handelt es sich um emblematische Gebäude, mit denen das Unternehmen den Dorfbewohnern seine Solvenz zeigen wollte.

In dem Abschnitt Palma-Inca wurden die Gebäude aus Naturstein gebaut, um die Türen,  Fenster und Ecken wurde Sandstein verbaut. Die dekorativen Elemente sind griechisch inspiriert und aus Sandstein, hauptsächlich die Türen, Fenster und Überhänge.

Im allgemeinen wurden die Bahnhöfe außerhalb der Stadt gebaut, um zu vermeiden, dass sie im Stadtgefüge stören und auch, um die Kosten für Enteignungen zu reduzieren.

Generell sind bei den Bestandteilen eines Bahnhofs zwischen den Gebäuden für die Reisenden, Toiletten, Garagen, Wassertanks, Drehplattformen und einer Reihe von Einrichtungen mit verschiedenen Funktionen zu unterscheiden.

Landstraße in das Dorf

Direkt vor dem Bahnhofsgebäude von Binissalem nehmen Sie die Carrer Estació, an der ersten Kreuzung biegen Sie rechts in Carrer Fang ab und an der nächsten Kreuzung links nehmen Sie den Carrer General Morante. Danach gehen wir geradeaus weiter den  Passeig del Born, Plaça de l'Església, Carrer Concepció und Carrer Bonaire bis zur Carretera Vella d'Inca (carrer del Conquistador). Dann sehen wir linker Hand eine Kreuzung mit Ampeln, wo wir die Straße überqueren und folgen den Schildern, die Biniagual anzeigen. Weiter gehts entlang einer Straße außerhalb des Dorfes, und nachdem wir unter der Autobahn nach Inca durchgefahren sind, gelangen wir nach etwa fünf Kilometern in den Stadtkern von Biniagual.

Biniagual

Es ist ein Dorf mit einer langen Geschichte. In der islamischen Zeit war Biniagual ein Gutshof, das dem Gartenbau nachging. Nach der Eroberung und der anschließenden Neuverteilung wurde das islamische System des Gartenbaus durch Olivenbäume, Weinreben und Getreide ersetzt. Biniagual liegt an der Kreuzung der alten Straßen von Muro und Binissalem nach Sencelles. Viele Leute stiegen auf ihrer Reise durch die Insel hier ab. Dies brachte es mit sich, dass hier während des neunzehnten Jahrhunderts eine Kaserne der Guàrdia Civil errichtet wurde, deren Gebäude noch heute erhalten ist. Der Weinstock war die Quelle des Wohlstands im neunzehnten Jahrhundert, jedoch die Reblaus zerstörte das Geschäft. Dies war der Beginn des Niedergangs von Biniagual, das Mitte des zwanzigsten Jahrhunderts praktisch in Trümmern lag. Im Jahr 1968 kaufte der heutige Eigentümer das Dorf, belebte die Landwirtschaft wieder und restaurierte die Dorfhäuser. Derzeit gibt es wieder mehr als vierunddreißig Hektar Rebfläche.

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