Weltkulturerbe | Touristische Route H405

Traditionelle Orte: Porreres

Was ist das?

Das Gemeindegebiet von Porreres ist 87 Quadratkilometer groß und eine Bevölkerung von 5496 Einwohnern (Daten aus 2013). Die große Anzahl von Mühlen und Ländereien sind ein Beweis dafür, dass die wirtschaftliche Haupttätigkeit, die die Stadt im Laufe der Geschichte geprägt hat, wie in den anderen Gemeinden des Pla de Mallorca, die Landwirtschaft und Viehzucht ist, hauptsächlich Getreide, Mandeln und Weinreben. Später waren es die Aprikosen, die berühmt waren für  Porreres. Hier werden die meisten Trockenaprikosen Mallorcas produziert.

Besuch

Rathaus von Porreres

Pl. de la Vila, 17. 07260 Porreres (Mallorca)

Telefon: +34 971 64 72 21

Web: http://www.porreres.cat

 

Verfügbarkeit von öffentlichen Verkehrsmitteln

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Sonntag

Öffentliche Verkehrsmittel

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Wegbeschreibung

Wegbeschreibung Hinweg

 
 

Wegbeschreibung Rückweg

 
 

Detallierte Beschreibung

Die Route beginnt an der Haltestelle des Carrer Santa Creu, am Ortseingang von Porreres, und führt an den hauptsächlichen Sehenswürdigkeiten des Ortes vorbei. Optional können Sie auf den Monti-sion steigen.

1. Casa Bel·la (c/ Hospital, 9)

Es war die alte Kanzlei von Porreres und wird zum ersten Mal im fünfzehnten Jahrhundert dokumentiert. Sie hat eine sehr geringe Höhe, mit Erdgeschoss und Terrasse (was man an einem Fenster auf der rechten Seite der Fassade sieht). Das Portal hat einen Sturz, mit einer Nische mit Flachbogen, derzeit leer, und ein quadratisches Fenster in Trichterform auf der rechten Seite. Es verfügt über einen freitragenden Vorsprung aus Stein, der zwei Reihen von Ziegeln trägt.

2. Das Oratorium des Hospitalet

Es war die Kapelle des alten Krankenhauses der Stadt, die zum ersten Mal in 1457 erwähnt wird. Vorher jedoch war sie hypothetisch der Sitz der ersten Kirche von Porreres, urkundlich dokumentiert in 1242. Während der im Jahre 1879 durchgeführten Restaurierungsarbeiten fand man einen gotischen Tisch, auf dem die alten Schutzpatrone der Stadt, Johannes der Täufer und Johannes der Evangelist dargestellt waren. Das Gebäude wurde in den Jahren 1655 und 1879 restauriert.

Die Fassade hat ein Portal mit Oberschwelle, ohne Verzierungen und etwas weiter oben ein kreisförmiges Oberlicht. Der Schlussstein ist ein ungeschmücktes Frontispiz mit einem Kreuz. Die linke Seite ist an ein modernes Gebäude angebaut. Es ist rechteckig, mit einem halbkreisförmigen Gewölbe im Inneren; die Decke der Sakristei ist ein Kreuzgewölbe.

3. La Quartera (c/ Nunó Sanç, 1)

Dieses Gebäude ist ein mittelalterliches Haus mit zwei Stockwerken und einem Portal mit Oberschwelle, einem dreieckigen Giebel und dem Wappen der Familie Llompart. Auf der linken Seite ist ein Fenster und zwei Holzpfosten. Sein Name zeigt an, dass man es früher als Getreidespeicher genutzt hat.

4. El Centre catòlic  (Das katholische Zentrum) -  (c/ Bisbe Campins, 13)

Es handelt sich um ein regionalistisches Gebäude aus 1935. Es hat zwei Etagen: Im Erdgeschoss befinden sich drei Rundbögen; der mittige ist mit der Treppe verbunden, die zum Haus führt. Im ersten Stock sieht man drei Öffnungen als Balkonfenster, jedoch nur das in der Mitte befindliche wird durch einen Bogen eingerahmt, zu dem auch ein halbkreisförmiges Fenster gehört - die anderen beiden haben einen geraden Sturz. Der Balkon dieser Etage hat ein Säulengeländer. Das zentral angeordnete Element trägt die Aufschrift Centre d'Acció Católica.

Die Fassadenkrone ist an den Enden mit Pflanzenschmuck versehen, und hat Balustraden an den Achsen der seitlichen Öffnungen. In der Mitte befindet sich ein gekrümmter Giebel, der von drei kleinen Bögen umfasst ist. Ebenso trägt er das Wappen von Porreres.

Der Innenraum ist derzeit ein Restaurant und eine Bühne für Theateraufführungen.

5. Pfarrkirche

Die Pfarrkirche von Porreres ist der Jangfrau des Trostes (Nostra Senyora de la Consolació) gewidmet. Die ältesten Hinweise (ein Dokument von 1242 und der Ablass des Innozenz IV, 1248) sprechen von der Kirche von Sant Joan de Porreres als die des Weihbischofs von Felanitx. In 1277 sollte dieser Kirche bereits die Kategorie einer Pfarrei haben, da ihr Seelsorger, Mn. Arnau Rossell mit dem Rektorentitel erscheint. Es scheint, dass der erste Tempel dort errrichtet wurde, wo heute die Hospitalet-Kapelle steht. Die Lage auf dem derzeitigen Grundstück im Osten, im Bereich der Altstadt, ist aus dem späten vierzehnten Jahrhundert, als eine gotische Kirche mit sechs Seitenkapellen gebaut wurde. Das heutige Gebäude wurde im Jahre 1667 in Ausführung eines Projekts des Baumeisters N. Oliver und auf Initiative des Rektors Gaspar Llompart begonnen. Der Glockenturm wurde im Jahre 1705 begonnen, und das Schiff wurde in 1714 fertiggestellt. Später wurden die Kapellen und die Verzierungen fertiggestellt. Die Stuckarbeiten und die Reform des Gewölbes sind aus 1797.

Die Hauptfassade besitzt einen vierkantigen Zierrat, in ornamentlosem Stil, aufgeteilt durch vier Linien Fries, mit einer Rosette in Spulenform im oberen Drittel und einem vollkommen glatten Abschluss. Das Hauptportal zeigt Türpfosten und Türsturz umgeben von korinthischen Säulen  auf Sockeln und ein Gesims mit Gebälk, sowie ein Medaillon mit dem Relief der Mutter Gottes. An der rechten Seite des Portals steht das Denkmal, das 1949 eingeweiht wurde, und den Bischof Pere Joan Campins gewidmet ist (gestorben 1915), der Rektor von Porreres war.

Der Glockenturm steht auf der rechten Seite der Kirche. Er hat einen quadratischen Querschnitt, mit sieben Unterteilungen, die beiden oberen mit zwei Bögen auf jeder Seite, und einer pyramidenartigen Zinne an der Krönung.

Der Innenraum besteht aus einem einzigen rechteckigen Schiff mit Apsis, einer halbkreisförmigen Gewölbedecke, die in acht Abschnitte unterteilt ist und im Presbyterium eine Viertelkugel hat. Es sind sieben Kapellen auf jeder Seite und die Chorempore befindet sich am unteren Teil des Schiffes. Die Erhöhung zeigt Säulen mit korinthischen Kapitellen. Das Presbyterium hat einen barocken Altaraufsatz aus dem Jahre 1762 von Josep Sastre, mit  Bildern der Muttergottes des Trostes —la Mare de Déu de la Consolació—, St. Johannes des Täufers und Johannes des Evangelisten, und der Oberteil mit dem Abbild des heiligen Petrus und als Abschluss das Wappen der Stadt.

Die Kapellen auf der rechten Seite bzw. der Epistel sind: die Betlem (Betlehem), mit herausragenden Persönlichkeiten aus dem Volksleben um 1790; Nostra Senyora del Carme, mit verschiedenen Bildern an den Seiten; die der Ànimes, angeführt von einem barocken Christus und einem Altarbild von 1752; das Seitenportal mit der Orgel; Sant Antoni Abat, mit einem sehr strengen barocken Altaraufsatz, der wahrscheinlich aus der alten Kirche stammt; der barocke Sant Crist, und die drei Erzengel, mit barockem Altarbild aus dem frühen achtzehnten Jahrhundert, von Domingo Ferrer.

In den Kapellen auf der linken Seite oder dem Evangelium haben wir: die Baptisteri aus dem Jahr 1894; die Sagrada Família, mit einem barocken Altarbild; Sant Sebastià, mit einem Bild von St. Bartomeu und ein anderes von Sant Vicenç de Paül; Sant Josep, mit dem Bild von Ferran Adrià, aus dem frühen neunzehnten Jahrhundert, und ein Bild der toten Muttergottes in der Predella; die Fonda oder Roser Kapelle, mit achteckigem Grundriss, mit rechteckig geformter Kuppel und zwei kleinen Kapellen an den Seiten; Sant Roc, mit dem barocken Altarbild aus dem Jahr 1726, und die Kapelle des Sant Vicenç Ferrer, die aus dem siebzehnten Jahrhundert stammen könnte, und aus der vorherigen Kirche stammt. Es gibt auch ein Glockenrad aus 1701. 

Die Pfarrgemeinde bewahrt verschiedene liturgische Gegenstände von großem Wert: eine Schatulle für die Eucharistie (spätes vierzehntes Jahrhundert); gotisches Prozessionskreuz (15. Jahrhundert) von Antoni Oliva; ein gotischer Reliquienschrein und die neugotische Monstranz, vom Goldschmied Fuster aus dem Jahre 1864. Bemerkenswert ist das gotische Chorgestühl aus der Sant Francesc Kirche aus Palma, ein Werk des Künstlers Macià Bonafè (1447-55). Die Kirche bewahrt eine geschnitzte gotische Madonna von Gabriel Mòger II, aus dem frühen sechzehnten Jahrhundert auf.

6. Das Pfarrhaus

Das Pfarrhaus stammt aus dem achtzehnten Jahrhundert und hat eine Fassade mit zwei Etagen. Im Erdgeschoss befindet sich das Aussenportal auf vier Stufen und zeigt einen Türsturz mit linearen Teilen, während die Türpfosten vertikale Streifen aufweisen. Ein  Halbkreisportal, möglicherweise bezeichnend für die vorhergehende Ausführung des Portals aus dem achtzehnten Jahrhundert. Neben den rechteckigen Fenstern sehen wir auf der linken Seite eine kleine Kapelle mit einem hölzernen Kreuz. Auf der ersten Etage ist eine Galerie mit drei Bögen, die von zwei freistehenden Säulen und zwei Pfeilern, die in der Seite eingebettet sind, getragen werden. In der Mitte der Schutzwand befindet sich ein Medaillon mit dem Relief des heiligen Franziskus. Im Inneren befinden sich Werke religiöser Kunst und das Pfarrarchiv.

7. Wegekreuze

Es gibt insgesamt elf Wegekreuze innerhalb der Ländereien von Porreres, wenn man die Denkmäler am Aufstieg nach Monti-Sion zählt.

Alle haben großen historischen und künstlerischen Wert, aber leider sind einige nicht in dem Zustand bewahrt, wie es wünschenswert wäre. Wir können einige nennen wie zum Beispiel das Kreuz del Pont (15. Jahrhundert) oder mehrere am Aufstieg zum Monti-Sion (zwischen dem fünfzehnten und siebzehnten Jahrhundert.

8. Kirche Sant Felip Neri (c/ Sant Roc - c/ Passaratx)

Es handelt sich um den Tempel der Congregació de l'Oratori, zwischen 1886 und 1911 auf einem Gelände erbaut, das von Mn Joan Barceló Móra gespendet wurde. Die Schutzheilige  der Kirche ist die Unbefleckte Empfängnis. Das Projekt ist von Pere d'Alcàntara Peña, unter Mitwirkung von Joan Sureda, Autor der Fassade.

Die Kapelle besteht aus einem einzigen Schiff, mit Kreuzgewölbe, Lünetten und vier Seitenkapellen. Im Querschiff befindet sich eine Kuppel. Der Hl. Christus ist das gleiche Bild wie das im Kloster Sant Domingo de Palma. Es sind Gemälde von Vicenç Furió und Llorenç Cerdà erhalten.

9. Monti-sion (wahlweise)

Das Gründung des Heiligtums geht auf 1498 zurück und ist der Mutter Gottes von Mont-Sion gewidmet. Es wurden Erhaltungsarbeiten ausgeführt, die während des achtzehnten Jahrhunderts die Kirche und Verzierung betrafen. In der Grammatikschule wurde 1530 die lateinische Grammatik mit dem Ziel gelehrt, um an den Allgemeinen Studien Luliano teilzunehmen, später die Universität für Literatur. Sie wurde nach dem Bildungssystemwechsel im Jahr 1835 geschlossen. Zwischen 1850 und 1855 gab es eine Missionarsgemeinschaft unter der Leitung von Bischof Cabrera. Seitdem ist das Sorgerecht für das Heiligtum einem Spender unterstellt. Im Jahre 1892 wurden neue Restaurierungsarbeiten vorgenommen. Das Heiligtum liegt auf dem Gipfel des gleichnamigen Berges, in 245 m Höhe, Teil des Randamassifs, genau gesagt auf der Serra de Sa Mesquida. Eine Treppe führt von der Außenseite an der Vorderseite im Osten zum äußeren Tor mit abgesenktem Bogen, die weiter zur Lobby geht. In der Halle finden wir ein Portal mit Oberschwelle, mit einer Nische mit dem Bildnis der gekrönten Jungfrau Maria, das über das Innenportal mit dem Kreuzgang verbunden ist, eine unregelmäßig fünfeckige Säulenhalle, die einzigartig auf Mallorca ist. In der Mitte des Hofes befindet sich ist ein Vorsprung mit viereckigem Umfang, einer Abdachung der Zisterne oder Brunnens; in der Mitte befindet sich ein sechseckiger Brunnenschacht, mit einem Becken und dem entsprechenden Eisenbogen .

Der Tempel befindet sich im Nordflügel und hat eine Fassade mit Portal und Oberschwelle. Der obere Teil zeigt eine Rosette und drei halbkreisförmige Öffnungen, mit einem Wandglockenturm. Der Innenraum besteht aus einem einzigen Schiff mit zwei Abschnitten und dem Presbyterium (auf drei Stufen) und zwei Seitenkapellen an den Seiten. Das Dach ist ein Kreuzgewölbe, das durch Träger gestützt wird und die verschiedenen Abschnitte sind durch  Spitzbögen getrennt. Das Altarbild hat eine Heiligennische, mit einem kleinen eingefügten gotischen Altarbild, das ein gotisches Bild der Madonna von Monti-sion aus Marmor zeigt, mit einem Wappen auf der Unterseite, möglicherweise das der Familie Dusai, die Stifter des Tempels . Auf der linken Seite ist die Sakristei, wo man Votivgaben oder Versprechungen der Mutter Gottes sehen kann.

Die alte Aula, wo der Grammatikunterricht stattfand, ist an der Westseite erhalten. Sie hat ein Portal mit Oberschwelle und, ganz in der Nähe, das Relief eines Tintenfasses und ein Heft mit der Aufschrift Dilicit Diis portas Sion dil. Diis portas studiosorum. An der Oberschwelle befindet sich das Wappen von Porreres. Der Innenraum ist ein rechteckiger Raum mit halbrunder, gewölbter Decke, mit drei Bögen und glatten Wandpfeilern und Bänken, die an der Wand befestigt sind. Auf der rechten Seite der Kirche, nach einer Halle mit der Küche auf der rechten Seite, befindet sich das Refektorium oder Essraum, in dem drei Abschnitte des Kreuzgewölbes erhalten sind. Auf der linken Seite ist ein Wasserbecken, das von einer Hand gehalten wird.

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